Kein Kirschblütenfest 2017 – Gegner setzen sich durch

Die Gegner des Kirschblütenfest haben ihr Ziel in diesem Jahr erreicht. Als Veranstalter des Kirschblütenfest 2016 sehen wir uns gezwungen, auch aus Rücksichtnahme auf unsere Familien, in diesem Jahr auf die Organisation und Durchführung des Festes zu verzichten.

Die Gegner des Festes haben mit der Verbreitung unwahrer Behauptungen und Gerüchten über die Beweggründe unseres Engagements für das Fest und die Altstadt und unsere Vorgehensweisen unsere Stellung in der Altstadt nachhaltig geschädigt und uns die Fortführung des Festes durch die unerträglichen Anfeindungen unmöglich gemacht.

So wurden wir zum Beispiel bei einem Schlichtungsversuch, moderiert von Bezirksbürgermeister Helmut Kollig, als profitgeile Hasardeure und Mafiosi dargestellt. Wortführend war hier der Kulturpolitische Sprecher der Linken im Bonner Stadtrat, Jürgen Repschläger, der diese Haltung auch schon vorher in einer offiziellen Pressemitteilung der Linksfraktion verlauten ließ. Dabei wurde unsere Bereitschaft, Kritik anzunehmen und Möglichkeiten der Optimierung gemeinsam zu gestalten, abgelehnt. Stattdessen wurden wir mit haltlosen Unterstellungen konfrontiert und wiederkehrend in unseren Darstellungen mit teils aggressiver Wortwahl fortlaufend unterbrochen. Auch mäßigende Stellungnahmen seitens Gewerbetreibender der Altstadt, die das Fest gerne weitergeführt sehen wollten und Richtigstellungen durch die ehemaligen Veranstalter des Festes, der Altstadtinitiative AIB e.V. wurden von den Gegnern des Festes ignoriert.

Dieses Ereignis zeigte uns letztlich, dass wir uns aus Rücksicht auf uns und unsere Familie nicht weiter der fortgeschrittenen, an Rufmord grenzenden Kampagne aussetzen können und auch das für Bonn so wichtige Fest nicht schädigen wollen.

Es tut uns sehr leid für die Stadt Bonn, ihre Bürger und Gewerbetreibenden, die an einer Durchführung des Festes interessiert sind. Wie auch bei anderen Veranstaltungen in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass einige Wenige auf Kosten weiter Teile der Gesellschaft Ihre Interessen durchsetzen und dabei auf alle Mittel zurückgreifen.

Die fortgesetzten Attacken auf unseren Leumund, eine in vielen Punkten nicht korrekte Presseberichterstattung, anonyme Briefe, massive Anfeindungen in den sozialen Medien bis hin zum Aufruf zur Gewalt gegen das Fest und seine Macher machen es uns unmöglich, das Fest in diesem Jahr zu organisieren. Das Risiko der Durchführung ist uns als verantwortlichen Privatpersonen zu groß.
Für das Jahr 2018 schließen wir nicht aus, dass gemeinsam mit am Kirschblütenfest interessierten Bürgern und Gewerbetreibenden im Rahmen eines partizipativen Prozesses im Laufe des Jahres ein neues Konzept erarbeitet werden könnte, das auf eine breite Verantwortung für das Fest abzielt.

Über die Hintergründe des Festes und unsere Haltung hierzu, die auch für unsere Planungen für das Fest 2017 uneingeschränkt galten, empfehlen wir die Lektüre unserer Stellungnahme des letzten Jahres auf unserem Blog:

http://meine-altstadt-bonn.de/das-kirschbluetenfest-2016-was-und-wer-ueberhaupt-dahinter-steckt/amp/

Frauke Schröder und Torsten Ulke

14 thoughts on “Kein Kirschblütenfest 2017 – Gegner setzen sich durch

  1. Es ist immer wieder erschreckend, wie ein kleiner Haufen gefrusteter einsamer am Rande der Gesellschaft stehender Irrer einer großen intakten Gemeinschaft Traditionen durch asoziales Verhalten und primitiver Gewaltandrohung verleiden.

  2. Sehr schade, bald ist in Bonn alles weg, ob der Rosenmontag nächstes Jahr auch nicht mehr stattfindet?Ich wette das es hier auch schon Nörgler gibt die sich dafür einsetzen werden. Von einer ehemaligen Hauptstadt ist nichts mehr übrig, und das macht traurig!
    An die Damen und Herren die dieses Fest bisher organisiert haben, ein riesen Dankeschön, lassen sie die Köpfe nicht hängen. Sie haben für kurze Zeit Bonn wieder erblühen lassen, durch das Kirchblütenfest.

  3. Traurig, dass sich die diese intoleranten linksradikalen Krawallmacher durchgesetzt haben. So verständlich die Absage aus persönlichen Gründen ist, sie ist ein katastrophales Signal. Radikale gewaltbereite Minderheiten fühlen sich ermutigt, mit undemokratischen Mitteln ihren Willen durchzusetzen. Einfach nur entsetzlich!

  4. Das finde ich äußerst bedauerlich; empfinde es aber als typisches Beispiel für eine sich immer mehr ausbreitende Haltung. Einerseits klagen, dass in Bonn “nichts los” ist, aber denjenigen Steine in den Weg legen, die sich die Arbeit machen und etwas auf die Beine stellen wollen. Es ist also unerträglich, über zwei, drei Tage hinweg an einem Wochenende ein Stadtfest zu haben, dass sich um das Wahrzeichen des Viertels dreht.
    Ja wie dämlich ist das denn?
    Kleinkariert und spießig, anders kann ich das nicht nennen. Für uns wäre eine Teilnahme schon deswegen nicht mehr infrage gekommen, weil die Veranstaltung bereits auf einen Tag reduziert worden war.
    Da lohnt sich der Aufwand für Aufbau etc. in keiner Weise und es ist nur konsequent, wenn Veranstakter und Aussteller das Interesse verlieren. Schade.
    Konsequent wäre es jetzt, wenn die Kirschbäume gefällt und durch … sagen wir mal Platanen ersetzt werden. Oder Hainbuchen, die sind auch sehr schön … ordentlich. Und bei der Gelegenheit könnte man die Straßen gleich komplett in eine Fußgängerzone umwandeln. Damit die Anwohner es dann auch schön ruhig haben.

  5. Die Stadt Bonn scheint zu viel Geld zu haben , aber das wird sich ja bald ändern wenn sowieso jedes Restaurant , jede Kneipe oder jede Diskothek zugemacht hat.
    Einerseits, weil fast alle Events nur noch in Köln stattfinden, da dort nicht soviel rum gemeckert wird und deswegen auch alle Studenten dort feiern und andererseits, das sieht man perfekt auch an diesem Beispiel, den Menschen die Bonn wirklich noch nicht aufgegeben haben auch noch den Schlag ins Gesicht verpasst.
    Bonns Blüten liegen bald im Dreck ähnlich den Kirschblüten nach dem ersten heftigen Regenguss aber der Unterschied liegt in den Kirschblüten ,denn die kommen im darauf folgenden Jahr wieder ..
    Geschrieben von jemandem der in Bonn aufgewachsen ist und es nur traurig macht was hier passiert……

  6. Als ich heute Abend beim Rewe in der Weberstraße eingekauft habe, hat die Kassierin das Verbot erwähnt. Aber ich versteh gar nicht wie sowas passieren kann. Kann mir jemand eine Adresse mit passenden Hintergrundinformationen geben was die Kritiker vorwerfen und wie das Kirschblütenfest abläuft?
    Ich bin Zugezogener, hab das Kirschblütenfest noch nie besucht, aber interessiere mich für das Problem, weil es mir erstmal total absurd erscheint so nach dem Motto “Worüber sich Leute so alles streiten können?!”.

  7. hab mich jetzt noch ein bisschen weiter informiert und frage mich, warum die Plätze an denen Anwohner wohnen, die sich durch das Fest gestört fühlen, nicht einfach von Ständen verschont bleiben. So könnte man die Masse etwas ausdünnen.

  8. Wir waren 2016 das erste mal beim Kirschblütenfest. Dafür sind wir sogar 150km gefahren. Wir waren so begeistert das wir es unseren Freunden erzählt haben und dieses Jahr mit 12 Personen kommen wollten – das wird jetzt nichts. Und so werden unsere Freunde auch nicht nach Bonn kommen, schade. Allerdings wohl so gewollt…

  9. Wir, darunter ein gebürtiger Bonner, hatten das Kirschblütenfest, verbunden mit einem Besuch bei Freunden in direkter Nähe fest eingeplant und finden die Absage ausgesprochen schade. Im letzten Jahr haben wir zu diesem Anlass ein kleines, wohl neugegründetes Café entdeckt, in das wir sonst nicht geraten wären; heuer kann man seitens der Gegner den Eindruck gewinnen, dass Auswärtige generell und deren Umsatz im Viertel nicht erwünscht sind, sollten wir zur Kirschblüte nach Bonn fahren, werden wir Filzpantoffeln zum leisen Auftreten in der Breite-Straße mitbringen.

    Natürlich sind “… Montag eine Veranstaltung im Frauenmuseum zur Kulturgeschichte der Kirschblüte, Dienstag eine Lesung japanischer AutorInnen in einem der Buchläden, Mittwoch ein Konzert mit traditionellen asiatischen Instrumenten in der Fabrik 45 usw. …” * (zitiert von der Seite der Linkspartei) zu entsprechenden Eintritten edler als ein Flohmarkt und Straßenmusik, da muss der Wunsch, sich auf volkstümliche Art zu vergnügen, zurückstehen. Entschuldigung für die Ironie – die Anlässe, zu denen man von auswärts anreisen möchte, wie Konzerte auf der Museumsmeile, die Klangwelle und Open-Air-Kulturveranstaltungen sind leider drastisch weniger geworden – schade, dass jetzt auch ein beliebtes Straßenfest daran glauben muss.

  10. Sehr schade!!

    Gastronomie und Einzelhandel (kaum/keine “Ketten” in der Altstadt) hätten so ein Fest für angemessene Werbung nutzen können. Dann mal alle schön Aktien von Amazon und McDonald’s kaufen…. Die Gegner von solch einem Fest wissen — meines Erachtens — gar nicht, wem sie dabei helfen.

    Und falls es direkte Anwohner sein sollten, die oponierten: Erstens, so oft finden keine Veranstaltungen in der Altstadt statt, und zweitens wird keiner gezwungen, dort hinzuziehen oder dort wohnen zu bleiben.

  11. Kann man daraus nicht ein Bürgerbegehren machen und dieses der Stadt vorlegen in vorm von Unterschriften. Darüberhinaus Kundgebung in der gesamten Stadt machen damit die Bonner Bürger informiert werden? Das kann so doch nicht mehr weiter gehen. Ich für mein Teil würde das auch aktiv mit unterstützen und mich mit einbringen.

    Asozial ist…wenn man der Mehrheit Gemeinde etwas aufzwingt was sie nicht möchten.
    Ich als Teil dieser Gemeinschaft möchte gerne das Kirschblütenfest erhalten.

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